Germanische Glaubens-Gemeinschaft - GGG
Unsere Germanische Glaubens-Gemeinschaft


Unsere Germanische Glaubens-Gemeinschaft (GGG) ist eine naturreliöse Gemeinschaft, die den polytheistischen Glauben und Kultus unserer heidnischen Ahnen in Mittel- und Nordeuropa erforscht und praktiziert. Unsere Religionsgemeinschaft gibt es seit dem Jahre 1907, damit ist sie die älteste noch bestehende heidnische Religionsgemeinschaft in Europa. Sie wurde in Deutschland als "Deutsch-religiöse Gemeinschaft" zeitgleich mit der österreichischen "Wodangesellschaft" gegründet. Im Jahre 1908 wurde die gemeinschaftseigene Kultstätte Hermannstein im Upland eingeweiht. Im Jahre 1913 schlossen sich die beiden Gemeinschaften zusammen und gaben sich den heutigen Namen „Germanische Glaubens-Gemeinschaft“. Es kamen noch weitere Gemeinschaften hinzu, so daß die GGG als mitgliederstärkste heidnische Glaubensgemeinschaft in Deutschland und Österreich staatlich anerkannt wurde. 1918 gab es bereits 13 GGG-Ortsgemeinden.1924 wurde als innerer Kern der Glaubensgemeinschaft der GGG e. V. gegründet und ins Vereinsregister eingetragen.

ritual

Erst unter der NS-Herrschaft unterband man die Entwicklung der GGG; ihr wurden öffentliche Versammlungen verboten. Der Mitbegründer und Vorsitzende der Gemeinschaft, der Maler und Dichter Prof. Ludwig Fahrenkrog (1867-1952), erhielt ein Ausstellungsverbot und es fanden Wohnungsdurchsuchungen statt. Nach dem Kriege aber gab es auch für die GGG einen Neubeginn. Fahrenkrogs Nachfolger der nun nur noch kleinen GGG, die aber immer noch Mitglieder im Osten wie Westen hatte, wurde 1952 Ludwig Dessel (1905-1992). Dessel sah sich als >Verweser der Gemeinschaft< und war bemüht, die GGG >im Geiste Ludwig Fahrenkrogs zu führen<. Aufgrund der geringen Aktivitäten wurde der e. V. 1964 im Vereinsregister gelöscht. Die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft beschränkten sich auf nur noch wenige Tätigkeiten, bis im Jahre 1991 Ludwig Dessel und der junge Géza von Neményi (geb. 1958 in Köln) zusammen mit einigen anderen naturreligiösen Menschen beschlossen, die Glaubensgemeinschaft wieder mehr zu aktivieren. Im gleichen Jahre wurde auch der GGG e. V. erneut ins Vereinsregister eingetragen. Dessel und der „Freundeskreis Ludwig Fahrenkrog“ übergaben Géza von Neményi die Vereinsunterlagen sowie das Archiv des gelöschten Vereins. So konnte die Germanische Glaubens-Gemeinschaft ihre Arbeit mit neuer Besetzung fortführen. 1992 starb Ludwig Dessel. Heute hat die Germanische Glaubens-Gemeinschaft wieder über 250 Mitglieder (Stand Januar 2010).

Seit 1992 gilt Géza von Neményi als religiöses Oberhaupt unserer Glaubensgemeinschaft. Er ist ausgebildeter und geweihter heidnischer Priester und für alle religiösen Belange unsere Glaubensgemeinschaft zuständig. Er führt den Titel Allsherjargode (höchster heidnischer Priester der Germanen).

Im Gegensatz zu sonstigen heidnischen Vereinen ist die GGG eine echte Religionsgemeinschaft mit einer einheitlichen Glaubenslehre.

Das Vereinssymbol


Als Zeichen gebrauchte unsere Gemeinschaft seit 1908 die Swastika, z. B. im Titelkopf einer Zeitschrift für Lehrer von W. Schwaner. Auch unsere Schwestergemeinschaft, die "Deutschgläubige Gemeinschaft" verwendete dieses Zeichen. Im Dritten Reich wurde der GGG die Verwendung des Zeichens vom NS-Staat verboten, so daß es durch das geschlossene Sonnenrad (Radkreuz) ersetzt werden mußte. Etwa ab 1911/12 wurde vor die Swastika oder Sonne der Donarshammer gestellt. Der Hammer ist dabei Weihesymbol der "Weihwarte" (alte Bezeichnung der GGG-Priester) und steht für "die Tat". Die Swastika ist gleichfalls ein Symbol des Hammers (Hamarsmark), wurde aber auch als Sonnensymbol aufgefaßt, wie auch das durchgezogene Radkreuz. Es symbolisiert also "das Licht". Im Zeichen ist also ausgedrückt: Durch die eigene Tat zum Licht. Gleichzeitig sind es heilige Symbole der Götter Donar/Þórr (Hammer) und Phol/Baldur (Sonnenrad).

Mitgliedschaft

Die Germanische Glaubens-Gemeinschaft gliedert sich in zwei Bereiche: Der GGG e. V. bildet den inneren Kern der Gemeinschaft und wird durch einen Gemeinschaftsrat geleitet. Mitglieder des e. V. unterstützen die Arbeit der Gemeinschaft durch eine jährlichen Mitgliedsbeitrag von derzeit 40 Euro (Lebenspartner und Kinder unter 18 Jahren können beitragsfrei mitaufgenommen werden). Sie erhalten kostenlos den Mitgliederrundbrief „Germanen-Glaube“, der von Allsherjargode Geza von Nemenyi herausgegeben wird, haben volles Stimmrecht auf der Mitgliederversammlung, dem Thing, und können an GGG-Veranstaltungen kostenlos teilnehmen. Um Mitglied im e. V. zu werden, darf man keiner weiteren Glaubensgemeinschaft angehören. Mitglieder des e. V. können außerdem Lehrhefte des Allsherjargoden beziehen, die den heidnischen Glauben erläutern. Mitglieder des e. V. sind auch berechtigt, GGG-Ortsgemeinden zu gründen, wenn es in ihrem Wohnort noch keine Ortsgemeinden gibt. Bei Interesse bitten wir Sie, einen Aufnahmeantrag anzufordern und ihn ausgefüllt auf dem Postweg zurückzuschicken. Wenn auch Ihr Lebenspartner und/oder Ihre nicht volljährigen Kinder keiner anderen Religionsgemeinschaft angehören und mit in die GGG aufgenommen werden wollen, dann führen Sie diese bitte auf dem Antrag mit auf. Volljährige Kinder müssen eigene Anträge ausfüllen. Der Gemeinschaftsrat der GGG entscheidet über die Aufnahme eines neuen Mitgliedes und versendet die Mitgliedsurkunde, die bei einem Austritt aus der GGG, der jederzeit ohne besondere Fristen erklärt werden kann, wieder zurückzusenden ist. Der Jahresbeitrag von 40,- Euro wird von der GGG abgebucht. Das Vereinskonto (MBS Potsdam, Konto Nr. 3651014613, Blz. 160 500 00) kann darüberhinaus auch für Spenden verwendet werden.

Mitglieder aus dem Ausland überweisen ihre Beiträge bitte selbst auf das angegebene Konto (IBAN: DE96 1605 0000 3651 0146 13, BIC: WELADED1PMB).

Angeschlossen an den GGG e. V. ist die „Germanische Gemeinschaft“ (GG), die denjenigen offen steht, welche noch einer anderen Religionsgemeinschaft angehören. Die GG steht der GGG gleich (40,- Euro Jahresbeitrag), allerdings besteht kein Stimmrecht auf dem Allthing.

Den äußeren Bereich unserer Glaubensgemeinschaft bildet der „Ring der Freunde“, dem man kostenfrei beitreten kann. Ein- und Austritt in den Ring sind jederzeit möglich. Unser Mitgliederrundbrief kann von Mitgliedern des Ringes der Freunde für jährlich 12,- Euro (Mitglieder aus Deutschland) bzw. 20,- Euro (Mitglieder aus dem Ausland) bezogen werden.

Wenn Sie unserer Glaubensgemeinschaft beitreten möchten, dann fordern Sie bitte schriftlich einen entsprechenden Aufnahmeantrag (GGG e. V, GG oder Ring der Freunde) bei uns an. Bitte richten Sie Ihre Anfragen an:

GGG
C. Wildgrube
Hexenhaus
D-14806 Werbig
Deutschland

E-mail: altheidentum (at) gmx.de

Verbindlich für alle Vereinsmitglieder ist die in der Verfassung des GGG e. V. enthaltene Zielsetzung (Abschnitt 1, § 1):

>Die Germanische Glaubens-Gemeinschaft ist eine religiöse Vereinigung zur Wahrung, Förderung und Verbreitung des überlieferten und durch Forschungen erschlossenen germanischen Glaubens und Kultes<.

Der Germanischen Glaubens-Gemeinschaft ist die Germanische Gemeinschaft angegliedert. Ihr Zweck lautet nach Absatz 4 der Satzung von 1923/24:

>1. Förderung der Germanischen Glaubens-Gemeinschaft;

2. Schutz der religiösen Persönlichkeit und Eintreten für das Recht, den persönlichen Glauben ohne bürgerliche und staatsbürgerliche Schädigung glauben und betätigen zu dürfen;

3. Eintreten in Schrift, Wort und Tat für germanische Weihe und Weisheit in der Lebensführung, in Sitte, Recht, Kunst, Arbeit, Sprache, Tracht und Schriftart;

4. Verbreitung der Kenntnis unserer germanischen Schriften und Überlieferungen des Glaubens und der Weihe.<

Wir möchten noch darauf hinweisen, daß es eine völkische Gruppe namens "Artgemeinschaft" gibt, die eine unserem Namen ähnliche Bezeichnung als Untertitel verwendet. Mit dieser Gruppe und ihren Zielen hat die GGG ausdrücklich nichts zu tun.
Unsere Germanische Glaubens-Gemeinschaft ist eine rein religiöse Gemeinschaft und distanziert sich von rechts- oder linksextremen politischen Ideologien. Um unserer Glaubensgemeinschaft anzugehören, ist lediglich der Glaube an die germanischen Götter, nicht jedoch eine germanische Herkunft erforderlich.

Wir bezeichnen unseren Glauben als germanisches Altheidentum und möchten damit ausdrücken, daß wir die naturreligiösen Bräuche und Kulte unsere Vorfahren gemäß den Überlieferungen praktizieren.

Unterstützen Sie unsere Arbeit für das germanische Altheidentum durch Ihre Mitgliedschaft in der Germanischen Glaubens-Gemeinschaft!

Auf diese Weise wird es möglich, viele heidnische Ziele (z. B. aktiven Umwelt- und Naturschutz, Nutzung eigener Kultstätten, staatlich garantierte heidnische Feiertage, heidnischen Glaubensunterricht an den Schulen usw.) viel leichter erreichen.

Bücher

Wenn Sie mehr über das traditionelle Heidentum, wie es in unserer Gemeinschaft praktiziert wird, wissen möchten, können Sie in jeder Buchhandlung das Einführungsbuch des Allsherjargoden Géza von Neményi, "Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion" bestellen (www.kc-verlag.de).
Ebenfalls vom Allsherjargoden geschrieben ist das Buch "Die Wurzeln von Weihnacht und Ostern - Heidnische Feste und Bräuche" (KC-Verlag).
Im gleichen Verlag erhältlich ist sein Buch „Kommentar zu den Götterliedern der Edda - Teil 1: Die Odinslieder“ (ISBN: 978-3-89423-133-0).

Géza von Neményi schrieb desweiteren das Buch "Heilige Runen - Zauberzeichen des Nordens", welches im Ullstein-Verlag erschienen ist (ISBN 3-453-86457-3). Es kostet 11,95 Euro.
Fragen zum traditionellen Hexentum beantwortet das Buch von C. Wildgrube, "Die Welt der Hexen" (ISBN 3-89423-123-8) welches für 13,- Euro in jeder Buchhandlung oder beim KC-Verlag bestellt werden kann.

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